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Entstehung der Heidelandschaft

Freitag, 27. August 2010

Bei der Heidelandschaft handelt es nicht, wie vielfach angenommen, um eine Naturlandschaft, sondern um eine Kulturlandschaft, die erst durch Eingreifen des Menschen diese Form erhalten hat. Bereits in der Jungsteinzeit wurden große Gebiete hier beweidet, so dass erste offene Flächen entstanden. Der ursprünglich vorhandene Waldbestand konnte nicht nachwachsen. Stattdessen siedelte sich eine Pflanze an, die gegenüber der Beweidung relativ resistent war, die Besenheide.

Bis etwa zum Jahr 1000 gab es jedoch immer wieder Phasen, in denen auch der Wald größere Gebiete wieder für sich erobern konnte, bevor mit dem Aufkommen der Heidebauernwirtschaft der Wald bis heute zurückgedrängt wurde. Durch so genanntes Plaggen verlor der Oberboden systematisch an Nährstoffen – die Heide breitete sich aus. Die Bauern trugen dabei die obersten Bodenschichten ab und und benutzen sie als Streu in den Ställen. Zusammen mit dem Kot der Tiere wurde der Boden so als Dünger auf kleinere Parzellen aufgebracht. Andernfalls wäre auf den von Natur aus recht nährstoffarmen Böden überhaupt keine Landwirtschaft möglich gewesen.

Ziel der Bauern war demnach, die Nährstoffe eines größeres Gebietes auf eine kleinere Fläche zu konzentrieren. Die abgetragenen Flächen litten darunter.
Ohne Bewirtschaftung würde die Heide jedoch auch heute durch Kiefern oder Birken langsam zuwachsen. Der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten ginge verloren. Daher werden Schafe in regelmäßigen Abständen zum Weiden eingesetzt.

Wissenswertes über die Lüneburger Heide

Donnerstag, 26. April 2007

Die als Lüneburger Heide benannte Heide- und Waldlandschaft befindet sich im nordöstlichen Teil Niedersachsens. Verschiedene Teile der Lüneburger Heide bilden den gleichnamigen Naturpark, allerdings ist die Südheide auch ein Naturpark aus derselben Ortschaft.
Besonders sehenswert in dieser Region sind unter anderem Zwischenmoore in Erdfällen, wie zum Beispiel das sich westlich von Bad Bodenteich befindende Zwischenmoor.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde die Lüneburger Heide als Naturschutzgebiet ausgewiesen, obwohl sich in den 2 Jahrzehnten zuvor Landräte und Pastoren für die Aufforstung des Gebietes eingesetzt hatten. Größere Heideflächen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Panzerübungsgelände von der britischen Armee genutzt. Dem zur Folge entstanden Sanddünen, die heutzutage nur wenig vom Panzerbetrieb aufweisen.
Der Freudenthalweg ist ein Hauptwanderweg, der nicht nur mit Anlass des Wochenendtourismus genutzt wird. Wichtige Städte sind Munster mit der aus dem 14. Jh. stammenden St. Urbani-Kirche und dem Deutschen Panzermuseum oder Buchholz in der Nordheide mit ihren imposanten Reichtum an Bauwerken, wie der Fernsehturm oder die Parks.
Die Region des Städtedreiecks Bremen, Hamburg und Hannover spricht mit ihren mittelalterlichen Heideklöstern Kulturliebhaber an.
Lassen Sie sich auch von puren Naturlandschaften verzaubern…