Archiv für die Kategorie ‘Geschichte’

Entstehung der Heidelandschaft

Freitag, 27. August 2010

Bei der Heidelandschaft handelt es nicht, wie vielfach angenommen, um eine Naturlandschaft, sondern um eine Kulturlandschaft, die erst durch Eingreifen des Menschen diese Form erhalten hat. Bereits in der Jungsteinzeit wurden große Gebiete hier beweidet, so dass erste offene Flächen entstanden. Der ursprünglich vorhandene Waldbestand konnte nicht nachwachsen. Stattdessen siedelte sich eine Pflanze an, die gegenüber der Beweidung relativ resistent war, die Besenheide.

Bis etwa zum Jahr 1000 gab es jedoch immer wieder Phasen, in denen auch der Wald größere Gebiete wieder für sich erobern konnte, bevor mit dem Aufkommen der Heidebauernwirtschaft der Wald bis heute zurückgedrängt wurde. Durch so genanntes Plaggen verlor der Oberboden systematisch an Nährstoffen – die Heide breitete sich aus. Die Bauern trugen dabei die obersten Bodenschichten ab und und benutzen sie als Streu in den Ställen. Zusammen mit dem Kot der Tiere wurde der Boden so als Dünger auf kleinere Parzellen aufgebracht. Andernfalls wäre auf den von Natur aus recht nährstoffarmen Böden überhaupt keine Landwirtschaft möglich gewesen.

Ziel der Bauern war demnach, die Nährstoffe eines größeres Gebietes auf eine kleinere Fläche zu konzentrieren. Die abgetragenen Flächen litten darunter.
Ohne Bewirtschaftung würde die Heide jedoch auch heute durch Kiefern oder Birken langsam zuwachsen. Der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten ginge verloren. Daher werden Schafe in regelmäßigen Abständen zum Weiden eingesetzt.

Geschichtliches über die Lüneburger Heide

Montag, 10. Dezember 2007

Die ersten urkundlichen Beweise über eine Besiedlung der Lüneburger Heide stammen aus dem Jahre 5 nach Christus, als die Römer versuchten auch den nördlichen Teil Germaniens zu erobern. Man spricht davon, dass die Römer ein Lager in Höhbeck errichten haben, und noch heute Funde aus dieser Zeit erhalten sind. Allerdings geb man das Erobern dieses Gebietes schnell auf. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts spricht man erstmals von den Sachsen, die in der Lüneburger Heide gewesen sein müssen. Aufgrund von Grabstätten kann man viele genaue Informationen über die Völkerwanderung in der Lüneburger Heide sagen. Die naturelle Entwicklung der Lüneburger Heide ist auch zu erklären. Aufgrund von sehr trockenem und sandigen Boden, war in diesem Gebiet die Landwirtschaft ein tragender Punkt. Die Siedler welche hier in dem Gebiet lebten rodeten die Gebiete ab und zogen weiter zu fruchtbarerem Boden. In dieser Art von Boden konnte sich aber die Besenheide gut durchsetzen und siedelte sich hier an. Man weiss, dass die kleinen Dörfer von Wäldern und Acker ungeben waren. Es war zu dieser Zeit üblich, dass Mensch und Tier unter einem Dach, in einem Haus lebten. Diese Häuser waren zusammen zu Haufendörfer gebildet. Was bedeutet, dass hier kleine Siedlungen gebildet wurden, die gemeinschaftliche Backhäuser hatten.