Walsrode ist flächenmäßig eine der größten Städte Deutschlands. Sie liegt im Süden der Lüneburger Heide an den Ufern des Flüsschens Böhme. Das im 10. Jahrhundert gegründete Kloster gleichen Namens war die Keimzelle der Stadt, die im 14. Jahrhundert die Rechte als solcher verliehen bekam. Im Dreizigjährigen Krieg wurde Walsrode weitgehend durch die Truppen von Tilly, einem Heerführer Wallensteins, in Schutt und Asche gelegt. Im Jahre 1866 wurde die Stadt preußisch.
Im Jahre 1957 wurde Walsrode Standort für den Bundesgrenzschutz und heute betreibt die Bundespolizei hier ein Fort- und Ausbildungszentrum. Die Stadt führt den Status eines staatlich anerkannten Erholungsortes und einer „Selbständigen Gemeinde“. Der überwiegende Teil der etwa 24 000 Einwohner gehört der evangelisch-lutherischen Glaubensgemeinschaft an.
Hermann Löns (bekannt als „Heidedichter“) dessen Wahlheimat Walsrode war, ist der wohl bekannteste Sohn der Stadt. Sein erfolgreichstes Buch war sicherlich der Roman „Der Wehrwolf“. In seinen Gedichten preist er die herbe Romantik der Lüneburger Heide. Neben Hermann Löns lebten solche bekannten Persönlichkeiten wie Drafi Deutscher und Lilo Wanders zumindest zeitweilig in der Stadt. Sehr schön ist der Vogelpark von Walsrode. Er ist der größte der Welt und mitten in der Heidelandschaft gelegen. Auf dem 24 Hektar großen Gelände sind mehr als 700 Vogelarten aus jeder Klimazone und allen Kontinenten heimisch. Sehr bekannt und gern besucht ist das Heidemuseum Rischmannshof, wo das bäuerliche Leben in der kargen Heide wunderbar illustriert ist.
Die Autobahnen A 7 und A 27 tangieren die Stadt und treffen sich im Walsroder Dreieck. Walsrode kämpft zur Zeit darum, einen Haltepunkt an der geplanten Schnellfahrstrecke Hannover-Bremen-Hamburg zu bekommen.
Es werden vier Städtepartnerschaften gepflegt: Mit der Stadt Hibbing (Minnesota/USA), mit Gernrode (Sachsen-Anhalt), mit der Gemeinde Zaltbommel (Niederlande) und der Stadt Kowel (Ukraine).